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5 Gründe das Handy auf dem Tisch zu akzeptieren

Tischlein deck dich: Gabel, Messer, Handy. Nicht jeder hat sich damit abgefunden, dass die Telefone auf den Tisch gepackt werden und im Falle von Smartphones im 10-Minuten-Takt gecheckt werden und aufblinken. Brummen oder fancy Klingeltöne inbegriffen. Wir liefern euch 5 Gründe, warum man sich daran gewöhnen sollte, wenn eure Freundin mal wieder als erstes das Telefon auf den Tisch packt.

1. Schutz

Unsere technischen Begleiter sind komplexe, teure und oft sensible Gegenstände. Um den Stylefaktor nicht zu gefährden, werden sie gerne ohne Hülle getragen. Während Männer den Vorteil ihrer Hosentasche haben und beim Niederlassen nur das Problem der Unbequemlichkeit haben, geht es uns Frauen anders: Hosentaschen sind oft zu klein oder gar nicht vorhanden. Das Handy müsste alternativ in der Handtasche bleiben und da diese meist auf dem Boden oder etwas weiter weg steht, fühlen wir uns wie ein fieser Sommerurlauber, der sein Hundewelpen zurück lässt. Dazu sollte man niemanden zwingen.

2. Uhrzeit

Das Handy ersetzt nicht nur Laptops, MP3-Player und Fotoapparate sondern auch Armbanduhren. Nur noch wenige Menschen tragen die Zeitmesser, um auch wirklich nachzusehen wie spät es ist. Eigentlich sind Uhren meist nur noch Schmuck. Vor allem wir Mädels stehen oft auf analoge Uhren, die schick aussehen und schwer abzulesen sind. Einige können das sogar gar nicht mehr wirklich. Will man den Handybesitzern verbieten stets zu wissen wie spät es ist? Wollt ihr damit Leben, dass sie zum Anschlussdate zu spät kommen?

3. Paranoia

Früher klingelten mobile Telefone, weil eine Person am anderen Ende etwas von uns wollte. Anrufe oder SMS gingen an unsere einzigartige Handynummer. Bei Smartphones kommen jedoch viele andere Nachrichten und Notizen dazu. Diese suchen nicht den konkreten Kontakt. Es sind Kommentare, Check-ins oder Werbebotschaften. Die Frequenz der Nachrichten, die uns über das Handy täglich erreichen, ist erhöht. Deswegen sind wir auch trainierte Äffchen, die bei jedem Erleuchten ans Handy schnellen, weil wir immer glauben es könnte wichtig für uns sein. Wenn das Handy nicht auf dem Tisch liegt, fühlt es sich so an, als würde die permanente Möglichkeit bestehen eine Nachricht nicht gehört zu haben und macht somit nervös und paranoid. Wer also eine entspannte Unterhaltungspartnerin haben will, die nicht 100 Mal in der Tasche wühlt, sollte das Handy auf dem Tisch erlauben, auch wenn es sich ein bisschen so anfühlt, als würden ihre Facebookfreunde dir zuhören.

4. Gruppenzwang

Alle machen es doch! Wenn um einen herum alle zwischendurch ihr Handy checken, will man auch. Man will sich nicht fragen, ob die anderen mehr Nachrichten bekommen, ob man sie langweilt oder wem sie denn schreiben. Das Vernachlässigungsgefühl kann nur durch eigenes Suchtverhalten kompensiert werden. Vor allem Gossip Girleskes Gruppenstalking wird dadurch besonders unterhaltsam.

5. Infos & Diskussion

Es gab eine Zeit, in der man ordentlich diskutieren und klugscheißen konnte. Leider ist das jetzt vorbei, denn jeder kann ganz schnell nachsehen, was die Fakten sagen. Das passiert sowieso mindestens einmal am Abend, also kann das Handy auch gleich auf dem Tisch liegen bleiben.

Ob diese 5 Gründe nun wirklich für Smartphones als drittes Besteck auf den Tisch sprechen oder von mir als Superbrain zu geschickter Gesellschaftskritik verpackt wurden, kann sich jeder selbst aussuchen.

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4 Kommentare
Niko schreibt
Ich finde es gar nicht gut, wenn jemand sofort demonstrativ sein Handy auf den Tisch legt. Er ist im besten Fall mit uns, seinen Freunden oder Bekannten, unterwegs - oder im schlechtesten Falle mit mir auf einem Date.

Gerade bei einem Date muss ich mich doch fragen: Bin ich so uninteressant für mein Date, dass es nun sein Handy herausholen muss? Mag sich mein Date, oder der Freund, mit dem man unterwegs ist, nicht für mich Zeit nehmen, sondern wartet nur auf die nächste Gelegenheit zu verschwinden? Ich will doch meinem Gegenüber nicht zeigen, dass irgendein Stückchen Plastik mit Metallinnereien für mich wichtiger ist, oder?

Wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin, dann vergesse ich zu gerne die Zeit. Wenn ich wirklich eine Uhr brauche, dann ist es in meinen Augen ausreichend, wenn ich das Handy zum Checken der Uhrzeit aus der Tasche hole und es danach wieder einpacke.

Leider versuchen viele Leute durch ihr Handy interessant/modern/whatever zu wirken. Lasst euch eines sagen: Es funktioniert nicht! Wie schon Chuck Palahniuk in Fight Club festgestellt hat, sind wie nicht die Menge der Dinge, die wir besitzen. Wir definieren uns über unser Handeln, über unsere Art. Und wenn ich ein Smartphone benötige, damit ich interessant wirke, dann sollte ich mir Gedanken machen ;)

Wieso sollen alle Fakten und Mythen sofort aufgelöst werden? Ist doch nen schöner Einstieg ins Gespräch, wenn man den anderen auf das letzte Mal ansprechen kann (vorausgesetzt sein Kurzzeitgedächtnis erinnert sich noch daran), dass XYZ ja doch (nicht) so und so ist.

Bei mir wird das Gerät weiterhin in der Tasche bleiben und ich hoffe natürlich, dass es viele andere auch so handhaben werden ;)
elv schreibt
@Niko: Danke für so viele Gedanken! Ich sehe das genauso wie du. Ich mag es nicht, wenn das Handy so demonstriert wird bzw. für meinen gegenüber so wichtig ist. Das ist einfach nur verstörend. Was meinst du aber mit dem Auflösen von Fakten und Mythen? Den Zusammenhang habe ich nicht gleich gecheckt.
Niko schreibt
@elv:
Wenn Fakten oder Mythen am Ende eines Gesprächs ohne Aussage bleiben, dann kann man zuhause nochmal schauen, wie es denn nun ist. Und wenn man sich das nächste mal sieht, dann kann man dadurch wieder toll in ein Gespräch einsteigen.
"Weisst du noch, diese Urban Legend, über die wir uns beim letzten Mal unterhalten haben?"
-"Ja, wieso?"
"Weil, das ist nämlich..."
Und schwupps ist man wieder in nem (hoffentlich) anregenden Gespräch.
Hoffe die Idee ist nun klar geworden :)
Ralph schreibt
Also wenn ich schon ein Handy auf den Tisch knallen würde, dann ein richtig grosses. Wenn schon stören, dann aber mit Stil. Ich hab mal gesucht. Sowas gibts tatsächlich: z.B. Telefon das aussieht wie das von meiner Oma, aber als Handy: Opis 60s mobile.
Das hat dann auch den Vorteil, dass kein anderer mehr Platz für sein Handy hat ;-)
 
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