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Hassliebe Internet – Wann Technik hilft & wann sie dir einen Strick dreht

Die Grundidee von Technik war für mich immer, dass sie mein Leben leichter machen sollte. Dann kamen Smartphones & Laptopjobs und viele sinnlose Apps, deswegen bin ich mir heute oft nicht mehr sicher, ob sie nicht manchmal gegen mich arbeitet. Aus diesem Grund versuche ganz bewusst nur noch den Kram zu nutzen, der mich nicht in Kommunikation verbummeln lässt. Hier ist ein kritischer Blick auf einige meiner Anwendungen.

Tripadvisor – Good bye Zufall, hello Top-Bewertung

Auf Reisen oder unterwegs in der eigenen Stadt macht es natürlich Spaß neue Juwelen zu finden. Sei es in Form von Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Aktivitäten – Auf Tripadvisor wird alles aufgelistet, mit Fotos beschmückt und bewertet. So kann man sich schon vor dem nächsten Städtetrip die besten Orte raussuchen und ganze Routen planen, doch was ist mit dem Zauber des Zufalls?

Wie bei vielen Anwendungen ersetzt der auf Daten basierende schlaue Algorithmus die eigenen Trial and Error Versuche. Doch wer kann so ein vernünftiges Leben schon ertragen? Mir würden dann zum Beispiel Anekdoten fehlen wie die, bei der ich zu später Stunde in einem Tapas-Restaurant saß und die betrunkene Chefin anfangen wollte mit allen sexy zu tanzen und die Musik ständig laut aufdrehte. Das zog sie durch bis alle ihre Kellner unfreundlich das Essen servierten und man nur hoffte, dass man nicht die nächste Person sei, die sie gleich zum Hüftenschwingen aufgefordert werden würde.

Pinterest – Sammelglück trifft Ohnmacht

Das Netzwerk, dass sich selbst als “Katalog unendlich vieler Dinge” beschreibt, fesselt mich oft genug an Laptop und Smartphone. Es gibt keine DIskussion darüber, dass die Seite inspiriert und egal wie lange ich auch scrolle unfassbar tolle Ideen, leckere Rezepte und praktische Anleitungen finde. Genau diese Unendlichkeit macht aber auch das Problem aus. Das “Paradoxon der Auswahl” von Barry Schwartz beschreibt, dass zu viele Auswahlmöglichkeiten unglücklich machen können und man sich am Ende gar nicht mehr entscheiden kann bzw. jede Entscheidung mit Reue verbunden ist. Obwohl die Plattform oft  als Platz für Inspiration besonders im DIY Bereich beschrieben wird, killt sie auch gern einmal die Künstlerin in mir. Ich sehe, was schon alles wundervolles erschaffen wurde und frage mich, wieso ich noch anfangen soll irgendetwas zu basteln. Manchmal suche ich schon nach bestimmten Sachen, ohne selbst erstmal zu überlegen, wie ich es umsetzen würde und Schwups! – hat man nur kopiert statt kreiert.

Food Delivery – Faulheit siegt über Etikette

Generell ist das mit dem Lieferservice aus ökologischer Sicht eine Schmuddelei: So viel Plastik und Alu, meist werden nur 2 Leute beliefert. Doch bei den “Premium-Lieferanten” sind die Fahrer sind zum Glück nicht mit dem Auto unterwegs, was für mich ein dickes Plus ist. Außerdem hatte schon ein paar Mal alternative Verpackungen, die kompostierbar oder leichter zu recyceln sind.

 

Natürlich liebe ich es in Restaurants zu gehen und bin ein großer Foodie, wodurch ich manche Gerichte niemals online bestellen würde, aber manchmal klappt es entweder mit der Zeit nicht oder in meinem Fall: Brauchen außergewöhnliche Orte manchmal außergewöhnlichen Transport. Die Kletterei auf mein Dach ist nämlich nicht so leicht und wenn man keinen Balkon hat, muss man sich eben etwas einfallen lassen, um seine Mittagspause draußen zu verbringen am Homeofficetag. Die letzten zwei Mal hat der Sushi Lieferservice mir das Lunch in die 4. Etage gebracht, heute gibt es Süßkartoffelnudeln (Vorher nicht gekannt!) von Gotcha. Ein schmakofetzoges Restaurant, das ich peinlicher Weise erst durch die Suche bei Deliveroo gefunden habe und das sonst nicht liefern würde. Vorteil ist also ganz klar, dass man jetzt Essen nach Hause bekommt, das man sonst nicht hätte & neue Dinge in seiner Nachbarschaft auskundschaften kann.

Welche Apps und Erfindungen des Netzes sind für euch wirklich hilfreich? Und welcher Kram lenkt euch vielleicht doch einfach nur ab?

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Anja in Hört auf Konzerte zu filmen! Ein Appell.
...und man selber bekommt das Konzert eher durch die Smartphones der anderen mit, als dass man die Bühne sieht. Macht echt keinen Spaß. Aber soll ja auch Konzerte geben, bei den Aufzeichnungen verboten sind:-) Wenn die Veranstalter oder die Bands die PR wollen, könnten Sie sich ja was einfallen lassen, [...]
Leo in Hört auf Konzerte zu filmen! Ein Appell.
Hey danke für den text sitze gerade an meiner deutschhausaufgabe und dreimal dürft ihr raten worüber. Ja genau eine erörterung zu genau diesem text.
Ich weiß ist etwas unnormal das man die quelle googlet aber es hat mich interessiert ob es den text und diese seite wirklich giebt. Und was soll ich [...]
Thorsten Belzer in Hört auf Konzerte zu filmen! Ein Appell.
Das ist echt ne anstrengende Sache, als Zuschauer immer die Smartphones vorm Gesicht zu haben, Ich wollte genau das, was mich eigentlich nervt an Konzerten, für die Arbeit an diesem Film nutzen! Nämlich alle Konzertmitschnitte einsammeln und daraus ein Musik Video machen. Heraus kam das CrowdMusicVideo!
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