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Thinspire Me – Gefährlicher Webtrend

Das ewige Hadern mit dem eigenen Aussehen wird wohl noch lange eine Krankheit unserer Gesellschaft bleiben. Viele von uns haben schon nach Abnehmtipps gegoogelt oder kennt irgendwelche Binsenweisheiten. Der neue Trend ist es sich mit Bildern schlanker Frauen vom Essen abzulenken. Thin+inspiration = Thinspiration. Am besten klappt das auf Pinterest.

thinspiration© emoji / photocase.com

Thinspiration auf Pinterest

Unsere Aufmerksamkeit wird immer geringer. Die erfolgreichsten Internetseiten sind derzeit deswegen die, die auf gute und plakative Bilder setzen: Instagram und Pinterest gelten als süchtigmachender, inspirativer Zeitvertreib. Doch genau deswegen können sich gefährliche Strömungen wie Pro-Ana Bewegungen einschleichen.

Auf Instagram findet man derzeit über 3600 Bilder mit dem Hashtag #thinspire und Pinterest hält etliche Boards zu dem Thema bereit. Die Bilder zeigen entweder wahnsinnig trainierte Frauen, Work-Out Pläne und Übungsbeispiele, sowie erschreckend dünne Mädchen und diskriminierende Sprüche. Am liebsten werden jedoch “before und after” Bilder angesehen.

“Bikini Bootcamp”, “10 Ways to get flat Abs” oder “5 Meals under 300 calories” sind typische Headlines.

Die Gefahr von thinspire

Angefangen hatte das alles schon vor einiger Zeit auf tumblr. Unter dem Hashtag #thinspire findet ihr hier unzählige Einträge und ganze Blogs nur zum Thema.

Manche Bilder zeigen wirklich schöne Frauen, die gesund und sportlich sind, doch viele Bilder zeigen einfach magere Frauen. Die Gefahr besteht darin, das einige Tipps und Bilder wirklich harmlos sind. Tipps um sich gesund zu ernähren, Rote Listen von Lebensmitteln, die auch jeder, der nicht Diät hält, meiden sollte und Idee für spannende Workouts. Das kann doch gar nicht so schlimm sein, denkt man zuerst.

Es hat sich auch eine Nebenströmung ergeben, die sich #fitspo nennt und Inspirationen zeigen will, die wirklich nur für einen sportlichen gesunden Lebensstil anpreisen wollen. Mit “Strong is The New Skinny” will man auf ausreichende Ernährung und Muskelaufbau setzen.

Wo ist die Grenze?

Die Grenzen dieser Strömungen sind jedoch sehr verschwommen und gerade für junge Menschen schwer zu erkennen. Aus der anfänglichen Idee gesünder Leben zu wollen und dadurch vielleicht noch besser auszusehen, wird schnell eine Sucht. Man “thinspiriert” sich aufeinmal regelmäßig mit Bildern (auf dem Handy, zu Hause etc.) und landet in einer Thinspire-Community, die fast immer online ist. Zwischen gesunden Bildern rutschen krankhafte Bilder. Das Weglassen von “schlechten” Lebensmitteln wird eine ständige Kontrolle des Selbst.

Der ständige Vergleich vom eigenen Körper mit detailliert inszenierten und gut ausgeleuchteten Fotos kann doch nur schlecht ausgehen oder nicht?

 Kleiner Selbsttest: Sprüche wie der Satz von Kate Moss: “Nothing tastes as good as skinny feels like” sind gern zitiert, wenn ihr dabei immernoch denkt “Hallo Fräulein, schonmal Nutella mit nem Esslöffel gegessen?” ist alles noch gut.

Habt ihr davon schon gehört oder vielleicht erste Erfahrungen? Helfen solche Bilder vielleicht doch? Ab in die Comments mit euren Meinungen!

 

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4 Kommentare
Marco schreibt
Wer eine Packung Negerküsse zum Mittag essen kann, ohne sich zu schämen, hat noch kein Problem. Außerdem sind dürre Menschen doof und langweilig und haben zurecht wenig Freunde.

Was ich aber von Naomi Campbell weiß, ist, dass sie immer in blauem Licht isst, weil sie meint, dass das ihren Hunger zügelt, da kein Essen natürlich blau ist und man dann unterbewusst nicht essen möchte. Irgendwie so. Klingt logisch. Aber sie ist auch verrückt, glaub ich.
Nadine schreibt
STOPP! Nicht alle DÜRREN Menschen sind doof und haben keine FREUNDE!!!!
WAS ist denn da los???? Und langweiliggg???????? Die Figur hat doch eher wenig mit dem Charakter zu tuen, ich bin dünn, clever, habe freunde und vor allem eins NICHT:LAAANGweilig, sryyyy
jeder sollte gesund essen können, aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tuen paaaahh...
yummygeeks schreibt
@Nadine: Hey, sorry wenn das so rüberkam. Der Artikel sollte viel weniger sagen, dass dünne Menschen langweilig sind. Ganz und gar nicht. Es geht auch nicht um dick und dünn, sondern um gesund und ungesund und wie fanden den Trend einfach gruselig, dass sich Mädels stundenlang vor den Rechner setzen, um Bilder von normal schlanken bis sehr dürre und krankhaft dünn zu sammeln und sie sich jeden Tag anzusehen, um sich zum Hungern zu motivieren.

Das bedeutet weder, dass jeder schlanke Mensch so zu seinem aussehen gekommen ist, noch das er oder sie keine Freunde hat und langweilig ist. Der Artikel hat einfach nur diesen Wandel einer bestimmten Menschengruppe unter die Lupe genommen.
Fitspiration fürs Wochenende | YummyGeeks.de schreibt
[…] einiger Zeit haben wir uns schon einmal mit dem Trend der Thinspiration auseinander gesetzt. Doch neben den gruseligen Möglichkeiten sich den ganzen Tag mit seinem […]
 
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