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Wir Mädels erobern das Internet!

Wir sind den Herren auf Schritt und Tritt gefolgt und nun stellt eine BITKOM-Studie fest: Das Internet ist keine Männerdomäne mehr. Einige Bereiche nutzen wir sogar viel intensiver. Ein bisschen Geschlechterspezifik bleibt trotzdem. Seht euch die Zahlen an, die Studie ist von Anfang 2011.

© Mike Licht

Laut BITKOM nutzen mittlerweile 71% der Ladies und 73% der Männer das Internet. Wir sind auch ein paar Minuten weniger online als die Herren (Frauen 130 Minuten am Tag, Männer 146 Minuten). Das sah allerdings vor zwei Jahren noch ganz anders aus, denn da nutzen nur 60% von uns das Netz.

Die Männer liegen allerdings immer noch weit vorn, wenn es um das technische Hab und Gut geht. Weniger Frauen als Männer haben ein Mobiltelefon. Diese Zahlen kommen eventuell daher zu Stande, dass Mädchen eventuell später ein Telefon bekommen oder aber auch ältere Frauen weniger Lust auf ein Handy haben. Beide Ideen sind für uns Kommunikationswunder zwar absurd, doch das wäre mein Ansatz zur Erklärung der Zahlen.

Auch wenn es um den Besitz eines eigenen Computers geht, haben die Männer mit 86% gegenüber 72% der Frauen die Nase vorn. Als Statussymbol bezeichnen sogar 17% der Männer ihren Rechner, Frauen dagegen nur 8%.

Unsere soziale und kommunikative Neigung spiegelt sich auch in unserem Nutzerverhalten wieder. Wir shoppen online mehr als die Männer und es sind mehr Frauen in Online-Communitys angemeldet, als Männer. Letzteres überrascht mich jedoch sehr, wenn man bedenkt wie viele Communitys es abseits von Facebook und Co. gibt, die gerade männliche Interessen vertreten. Hier müsste man erfahren, welche Communitys gemeint sind.

Was den Nachwuchs angeht rennen die Mädchen weiter vor. 84% der Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren sind Mitglied eines sozialen Netzwerks, bei den Jungs sind es erst zwei Drittel. „Frauen vernetzen sich, Männer tragen Geräte zur Schau“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Zahlen. Beim Gaming gibt es auch wieder die typische Rollenverteilung, das wird in der Grafik gut sichtbar.

Traurig stimmt das Ergebnis der Studien- und Ausbildungsstarter in Informatik, Elektronik und IT-Berufen. Hier stellen sich die Frauen immer noch hinten an, was BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer mit dem „verlorenen Jahrzehnt in Sachen Frauenförderung in Deutschland“ erklärt. Er sagt weiterhin „Es muss uns gelingen, aus dem Interesse an der neuen Internetwelt ein Interesse an der dahinterliegenden Technik zu machen – gerade auch bei Mädchen.“

Hey, dafür sind wir bei Yummygeeks doch da! Dann mal los und alle Frauen bitte melden, die schon einen dieser Berufe haben oder einen Job in diesem Bereich anpeilen.

 

Methodik: Im Auftrag des BITKOM befragten die Meinungsforschungsinstitute Forsa und Aris über 1.000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren bzw. 723 Personen zwischen zehn und 18 Jahren (Angaben zu Jugendlichen). Zahlen zu Studierenden und Azubis: Statistisches Bundesamt bzw. Dt. Industrie- und Handelskammertag.

Ihr könnt YummyGeeks auch auf Facebook und Twitter verfolgen. Los!

 
6 Kommentare
Marco schreibt
Um mal als jemand zu sprechen, der in diesem männerdominierten Beruf arbeitet: Wir brauchen wirklich mehr Frauen. Sicher gibts da auch Ausgrenzungen und Vorurteile, aber so ziemlich jeder, den ich kenne, möchte gerne mit Frauen zusammenarbeiten, die da auch noch ein bisschen was auf dem Kasten haben, weil Frauen einfach alles ein bisschen aufwerten. Ist so.
talinee schreibt
Hm, Mediengestalterin fällt wohl nicht unter IT-Berufe, oder? Oder zumindest nicht bei meiner Ausrichtung (gibt ja auch viele Frontendler bei den MEGs - bloß bin ich keine).

Die IT-Kolleginnen sind auch in der Unterzahl - wir haben neulich mal gezählt, so um die 25% Frauen-Anteil in der IT der Agentur in der ich arbeite. Auch verbesserungswürdig.
ingejahn schreibt
Was in der Statistik auch noch fehlt sind andere berufliche Betätigungsfelder bzügl. Internet - das ist ziemlich vielfältig. Ich selber bin keine Programmiererin oder Elektrotechnikern, arbeite aber mit touristischen Daten und Internet - würde also auch in so eine Statistik gehören.

In der Touristik an sich arbeiten überhaupt sehr viele Frauen, und die Prozesse sind alle sehr technisch - das mal am Rande.

Es fehlen auch die Marketingberufe, CMS, OnlineredakeurInnen und und und.
elv schreibt
@ingejahn: Da hast du recht, besonders in all den Start-ups fällt das ins Gewicht. Marketing- und kommunikationswissenschaftliche Stellen werden immer mehr ins Internet transportiert und verlangen so ein gewisses technisches Wissen. Nur so habe ja auch ich ein ein SEM, SEO und bisschen html gelernt.
elv schreibt
@talinee: Wie du schon sagst kommt es auf die Ausrichtung an, aber ich gehe mal davon aus, dass du auch ein gewisses technisches Grundverständnis hast und dich vielleicht öfter als zB. Krankenschwestern oder Lehrerinnen mit solchen Themen auseinander setzen musst.
Vortstadtprinzessin schreibt
Mir geht es so wie ingejahn! Ich glaube nämlich dann würde die Studie ganz anders aussehen :)
 
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